Spielbericht zum 5ten Pflichtspiel der Saison

Am gestrigen Pfingstsonntag luden die Ostalb Highlanders zu einem weiteren badisch-schwäbischen Matchup in der Landesliga Baden-Württemberg. Man musste kein Insider sein um zu wissen, dass dieses Spiel für beide Teams eine wegweisende Bedeutung mit sich brachte. Da sowohl die Greifs als auch die Highlanders einen verhältnismäßig guten Start in die Saison hingelegt hatten, war nun die Zeit gekommen, den ersten Verfolger des erklärten Titelaspiranten Bad Mergentheim Wolfspack zu bestimmen. Wagte man vor diesem Spiel einen Blick in die gängigen Foren oder sonstigen sozialen Medien merkte man schnell, dass nur wenige Experten auch nur einen Pfifferling auf den badischen Vertreter aus der Fächerstadt setzten. Dass sich zwischen den Einschätzungen der Football-Community und der Realität oftmals deutliche Differenzen ergeben bewies dieser Pfingstsonntag aufs Neue. Doch beginnen wir diesen Bericht von Beginn an.

 

Eine mehrstündige, kilometerweite Anfahrt führte die Greifs bis an die östlichen Grenzen unseres schönen Bundeslandes, nach Heidenheim an der Brenz, dem Stammesgebiet des Highlander Clans. Der Beginn des Spiels war ein Spiegelbild des wechselhaften Wetters mit einigen individuellen Fehlern in der Angriffsformation der Badener Greifs, welche aus fünf Ballbesitzrechten in der ersten Halbzeit nur einen TD durch QB Den Lindenblatt erlaufen konnte. Erneut musste die fehlende Effektivität im Angriff durch eine gnadenlos harte Verteidigung glatt gebügelt werden. Wäre ein Interception-Return-Touchdown von DB Simon Rapp nicht mittels einer kontroversen Schiedsrichterentscheidung annulliert worden, wäre das Kräfteverhältnis bereits in den ersten paar Spielminuten geklärt gewesen. Ausschließlich unserem Geburtstagskind Georges Teigue, der wie ein Schaufelradbagger Fumbles erzeugte und recoverte sowie einer schlechten Fieldgoal-Ausbeute der Highlander, war eine 7:0 Führung zur Pause verdanken.

 

Durch die Second-Half-Option hatten die Greifs das Ballbesitzrecht zu Beginn der zweiten Halbzeit, bei der die motivierenden Worte der Trainiercrew um HC Bill Nelson Wirkung zeigten. Am Ende eines tollen Drives über das ganze Feld, konnten durch einen kraftvollen TD-Lauf von RB Patrick Steffen die Früchte einer harten Trainingswoche geerntet werden. Nachdem unser QB noch zwei zusätzliche Punkte auf das Scoreboard zauberte und Kicker Bartek Rebmann das Ei aus gefühlten 50 Yards durch die Querstangen zimmerte, stand es nun 18:0 für die Gäste aus Karlsruhe. Mit der zweiten Hälfte begann auch die Zeit unserer Defense! Das erste Ausrufezeichen setzte DE Tarik Arslan dessen Interception ihn nur wenige Zentimeter vor die gegnerische Endzone brachte. Im weiteren Verlauf des Spiels konnte Tarik Arslan und sein D-Line-Kollege David Schiller den gegnerischen QB mehrmals hinter der LOS zu Boden bringen und somit ihr Sack-Konto weiter erhöhen. War der erste Pick-Six noch zurückgepfiffen worden, so zerstörte DB Simon Rapp mit einem weiteren Interception-Return-TD die letzten Comeback-Hoffnungen der Highlanders und erhöhte auf 24:0.

 

Wo Licht ist, da ist bekanntlich aus Schatten – die Highlanders nutzen eine kurzzeitige Unkonzentriertheit im Defense-Backfield zum 24:07 aus und waren anschließend auf einen One-Side-Kick angewiesen. Diese Konstellation legte die Grundlage einer absoluten Rarität im American Football in wessen die angereisten Zuschauer nun in Genuss kamen. Der kurz ausgeführte Kick überquerte die 10-Yards Distanz und war somit ein freier Ball. Bevor die Highlanders den Ball sichern konnten, pflügte LB Dominic Lehanka die Pille aus der Luft und bahnte sich den Weg in Richtung der gegnerischen Endzone. Auf dem Weg dorthin wehrte er mehrere Highlanders ab und besiegelte dadurch den 31:07 Auswärtssieg bei den Ostalb Highlanders.

 

Auch dieses Mal können die Greifs auf einen wichtigen Auswärtssieg bei einem fairen Gastgeber zurückblicken. Eine Teamleistung die von allen Spielern, Coaches und einer tollen Sideline-Crew getragen wurde ermöglicht einen erfrischenden Blick auf die Tabelle kurz vor Halbzeit der Saison.

 

Scores: 8 Pkt. Den Lindenblatt / 6 Pkt. Patrick Steffen / 6 Pkt. Dominic Lehanka / 6 Pkt. Simon Rapp / 5 Pkt. Bartek Rebmann