Greifs nur mit Trainingsspiel gegen Heiligenstein

Daniel Kühner, Running Back der Badener Greifs, im Spiel gegen Heiligenstein CrusadersDas für heute angesetzte Freundschaftsspiel der Badener Greifs gegen die Heiligenstein Crusaders musste kurzfristig abgesagt werden. Die Spielordnung schreibt vor, dass auch in Freundschaftsspielen nur Spieler mit einer gültigen Spielerlaubnis antreten dürfen. Da die Spielerpässe der Gäste aus Heiligenstein nicht rechtzeitig dem Verein zugestellt wurden, war es den angereisten Schiedsrichtern nicht möglich, das Spiel wie geplant anzupfeifen. Als Ersatz haben sich die Trainer der beiden Vereine sowie die Schiedsrichter dazu entschieden, ein sogenanntes Scrimmage durchzuführen.

D.h. es wurde ein Trainingsspiel angesetzt, bei dem die Greifs und die Crusaders jeweils abwechselnd zehn Versuche hatten, um von der eigenen 20 Meterlinie in die Endzone des Gegners zu kommen. Die Spieldauer wurde auf zweimal 60 Minuten festgelegt. Primäres Ziel in einem Scrimmage ist es nicht möglichst viele Punkte zu erzielen, sondern unterschiedlichste im Training erlernte Spielzüge zu testen. Auf Kicks wurde hierbei verzichtet.

Dabei war der Leistungsunterschied, die Heiligenstein Crusaders starten diese Saison eine Spielklasse unter den Badenern Greifs, klar zu erkennen. Die Gäste fanden vor allem im ersten Abschnitt kaum Mittel, um die Verteidigung der Greifs zu überwinden. Nur die Gastgeber kamen mehrfach zu Touchdowns. Allerdings war deutlich zu erkennen, dass es noch in beiden Mannschaftsteilen an Abstimmung fehlt.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Crusaders mehr Spielanteile gewinnen, was auch daran geschuldet war, dass die Greifs einige neue Formationen getestet haben. dabei konnten die Crusaders gleich dreimal die Greifs mit langen Pässen überraschen, die jeweils über 80 Meter zu Touchdowns in die Endzone der Hausherren getragen wurden.

„Es ist schade, dass wir heute aufgrund der fehlenden Spielerpässe kein Spiel unter wettkampähnlichen Bedingungen austragen konnten“, so Greifs Headcoach Stefan Cyris, der auch mit der Leistung und der Einstellung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein konnte. „Positiv ist jedoch,  dass wir nun einiges an Filmmaterial haben und in den nächsten Wochen bis zum ersten Punktspiel gegen Ravensburg gezielt an der Feinabstimmung arbeiten können.“ Hierbei wird er allerdings auf seinen Defensivkapitän Clemens Boll verzichten müssen, der sich im zweiten Spielabschnitt das Wadenbein gebrochen hat und vermutlich die ganze Saison ausfallen wird.