Badener Greifs versenken die Piraten

Die Saison 2011 neigt sich dem Ende zu und für die meisten Teams, der GFL2 Süd ist die Zukunft noch ungewiss. Nach der überraschenden Niederlage der Franken Knight ist der Kampf um den Aufstieg wieder spannend geworden und auch am Tabellenende kommen nach wie vor 3 American Football Teams für die zwei Abstiegsplätze in Frage. Mit den Frankfurt Pirates und den Badener Greifs aus Karlsruhe trafen zwei dieser Teams direkt aufeinander.

Trotz der besseren Bilanz, machten sich die Greifs als leichter Außenseiter auf die Fahrt nach Frankfurt. Dort angekommen stellten sie die Verhältnisse schnell richtig. In einem taktisch geprägten ersten Viertel, konnte nur Greifs Quarterback Felix Bleimund mit einem kurzen Lauf punkten. Dem Heim-Team ließen die Greifs keine Chance in die Endzone zu kommen.  Im zweiten Durchgang ging es dann richtig rund.

Eröffnet wurde der nun folgende Punktreigen von einem Greifs Eigengewächs. David Kühner der erst vor wenigen Wochen aus der Jugend den Schritt zu den Seniors machen durfte, erlief nun seinen ersten GFL2-Touchdown. Dann folgte ihm sein Running Back Kollege Daniel Steffen nach und fügte seiner Bilanz einen weiteren Touchdown hinzu. Interessant war, dass sich die Greifs zwar stark auf ihr Running Game konzentrierten, aber immer wenn ein Pass von Nöten war, funktionierte dies dank eines überragenden Felix Bleimund und einer äußerst zuverlässigen Receiver Crew , ebenso gut. Folgerichtig durfte Sebastian Fünfgeld den letzten Greifs Touchdown der ersten Hälfte fangen. Etwas ärgerlich aus Karlsruher Sicht, dass die Gastgeber kurz vor Ende des ersten Durchgangs auch noch ihre ersten Punkte verbuchen konnten.

In der zweiten Hälfte nahm die Spannung etwas zu. Die war vor allem dem Umstand geschuldet, dass die Karlsruher nun sehr eindimensional agierten. Man setzte fast nur noch auf den Lauf um möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen. Frankfurt konnte sich darauf einstellen und der Gäste-Offense deutlich mehr Probleme bereiten. Allerdings konnten die Badener trotz einiger 3 und Long Situation mehrfach den Drive am leben erhalten und punkten. Der Fokus richtete sich nun mehr auf die Karlsruher Abwehr, die nun deutlich stärker unter Druck stand und auch weitere Punkte abgeben musste. Unterm Strich störten sich die Badener Greifs aber nur daran, dass der Sieg mit 48:35 nicht deutlich genug ausgefallen war.

Die Partie wird mindestens eine weitere Woche für Gesprächsstoff sorgen, da am kommenden Sonntag, beide Teams gleich wieder, diesmal in Karlsruhe, aufeinander treffen. „Taktisch hat das unterlegene Team in einer solchen Konstellation immer einen Vorteil. Aber sie werden sich innerhalb von sieben Tagen technisch nicht nennenswert verbessern können“, glaubt Greifs Chef-Trainer Stefan Cyris. So könnten die Greifs mit einem Sieg im Rückspiel, fast schon den Klassenerhalt feiern. „Ganz wichtig ist uns, endlich auch mal einen Heimsieg zu schaffen“, so Miro Stychlok, der Vorsitzende der Greifs. Die Zeichen dafür stehen gut.