Badener Greifs – Vom Regen in die Pause

Dauerregen und ein stark angeschlagener Kader waren die härtesten Gegner der Greifs am vergangenen Samstag beim Gastspiel im tiefbayrischen Kirchdorf. Mit 35:13 mussten die Karlsruher eine Niederlage hinnehmen, die zumindest ein paar Nummern zu hoch ausfiel. Nun haben die Greifs ein paar Wochen Zeit um ihre Wunden zu lecken.

Eines der größten Ärgernisse zu Saisonbeginn bei den Greifs, war das der Spielplan vorsah, dass man neun Spiele in Folge zu absolvieren hatte. „Das ist schon hart, wenn man zwischendurch nicht mal Zeit hat sich etwas zu regenerieren“, so Chef-Trainer Stefan Cyris. Dementsprechend sieht die Personaldecke auch derzeit aus. Zwar waren die Badener mit 35 Spielern auf die lange Reise nach Kirchdorf aufgebrochen, viele der Spieler waren aber teils schwer angeschlagen. Das letzte Spiel vor der ersehnten Pause sollte dann auch noch eine besondere Schwierigkeit für beide Teams parat haben. Mit den Badener Greif kam auch der Regen nach Kirchdorf, der auch bis zum Ende des Spiels bleiben und immer stärker werden sollte.

Dank des hervorragenden Spielfeldes waren die Bewegungen der Akteure durch den Regen aber kaum behindert. Schlecht für die Greifs aber war, dass natürlich das Passspiel nicht gerade erleichtert wurde. „Wir mussten aufgrund unserer Personalprobleme sehr stark auf den Pass setzten, da hat uns das Wetter natürlich nicht in die Hände gespielt“, erklärt Cyris. Andererseits waren aber die Receiver, vor allem Jörg Schulz, Sebastian Fünfgeld und auch Tight End Paul Sieffert gut auf die schweren Bedingungen eingestellt. „Ich war sehr stolz heute auf meine Jungs. Es war die beste Gesamtleistung unserer Receiver in dieser Saison“ berichtet der Receiver Coach der Greifs. Punkten durften allerdings Andere. Felix Bleimund, der Quarter Back der Greifs, passte einmal mit viel Übersicht auf Running back Daniel Steffen und besorgte den anderen Touchdown gleich selbst per Run. Zu oft allerdings schafften es die Karlsruher nicht, einen guten Drive auch mit Punkten zum Abschluss zu bringen. Die Defensive der Karlsruher hatte mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zwar konnte man die Wildcats immer wieder stoppen oder durch Interceptions von Maximilian Zanner und Willi Berenz den Ball direkt abnehmen, dennoch standen am Ende 35 Punkte für den Gegner. „Eigentlich haben wir gut gespielt, letztlich aber einfach zu viele Big-Plays zugelassen und am Ende ging es halt dahin. Deshalb ist der Sieg für Kirchdorf, meiner Ansicht nach auch höher als verdient ausgefallen“ berichtet Abwehr-Koordinator Kai Driesnack.

Nun wird der Klassenerhalt für die Greifs aber langsam richtig schwer. „Wir glauben nach wie vor daran ein Team zu haben, das GFL2 tauglich ist. Fakt ist aber auch, dass die Mannschaft das bisher viel zu selten unter Beweis stellen konnte. Nach den Gründen wieso und weshalb, fragt hinterher leider Keiner mehr“ so Patrick Stange der Pressesprecher der Badener Greifs. Nun haben die Greifs Zeit bis zum 24.07. wenn dann die Darmstadt Diamonds zu Gast in Karlsruhe sein werden, um das Ruder doch noch mal herumzureißen.

Die totale Erholung wird es bis dahin aber auch nicht geben, denn zum einen werden viele Greifs am kommenden Wochenende beim Eggensteiner Stadtfest aktiv sein und zum anderen findet in dieser Pause der Uni-Bowl, dieses Jahr wieder in Karlsruhe statt.